10 Jahre Reit- und Fahrverein Rheinböllen u.U.e.V.

10 Jahre Reit- und Fahrverein Rheinböllen u.U.e.V.

10 Jahre Reit- und Fahrverein Rheinböllen u.U.e.V.

1964 hatte der Verein schon 90 Vereinsmitglieder. Anlässlich der Jahreshauptversammlung am 12. März hatte Anton Ketzer eine Statistik erstellt, in der 63 passive, 11 aktive und 16 jugendliche Mitglieder aufgelistet waren. Den Turnierreitern standen 10 Pferde zur Verfügung, mit denen im vergangenen Jahr fünf auswärtige und das eigene Turnier besucht wurden. Auf der Tagesordnung dieser Hauptversammlung stand neben dem Geschäfts- und Kassenbericht auch die Neuwahl des Vorstandes. Der Vorschlag, den Gesamtvorstand in der bestehenden Besetzung in einem Wahlgang wiederzuwählen, wurde einstimmig angenommen.

1. Vorsitzender: Anton Ketzer, Rheinböllen
2. Vorsitzender: Fritz Conrad, Kleinweidelbach
Geschäftsführer: Hans Petermann, Rheinböllen
Kassierer: Otto Weber, Rheinböllen
1. Beisitzer: Horst Bender, Rheinböllen
2. Beisitzer: Karl Rothenbach, Kleinweidelbach
3. Beisitzer: Herbert Jäckel, Oberwesel

Die ersten reitsportlichen Aktivitäten im Jubiläumsjahr waren ein 4-wöchiger Lehrgang unter der Leitung von Otto Weber. Die Pferde standen in dieser Zeit bei Fritz Conrad und wurden von Horst Bender betreut.
So war man gut gerüstet für die anstehende Saison, in der man 7 Reitturniere besuchte. Von den vielen Erfolgen sind hier besonders die vom Turnier des Provinzialverbandes Rheinland-Nassau in Bitburg hervorzuheben. Hier starteten die Reiter aus Rheinböllen für die Mannschaft des Bezirksverbandes Nahe- Hunsrück und der Sieg von Karl Heinz Bange mit Harry im Springen der Klasse A trug mit dazu bei, dass dieser Bezirksverband die Jugendstandarte gewann. Karl Heinz Rothenbach siegte beim gleichen Turnier im Geländeritt und untermauerte damit nochmals den vielseitigen Einsatz seiner Stute Doris.
Das Turnier am 23. August zum 10-jährigen Jubiläum wurde nicht nur in der regionalen Presse gewürdigt, sondern auch viele sportliche und kommunale Institutionen sprachen dem Verein ihre Anerkennung aus.
Unter anderem erhielten Fritz Conrad, Karl Rothenbach, Otto Weber und Hans Petermann eine Ehrenurkunde für ihre Verdienste zur Förderung des Reitsportes. Anton Ketzer hatte diese Ehrung bereits im Vorjahr erhalten.
Für das Turnier waren 73 Pferde für 11 Prüfungen gemeldet. Den Abschluss bildete erneut der traditionelle Reiterball. Dazu hatte man die Reithalle wieder zweckentfremdet und sie mit einer langen Theke, mit Tisch und Bankreihen, einem Tanzboden und einer Sektbar in einen riesigen Festsaal umgewandelt. Das Jubiläum fand so einen gebührenden Ausklang.

Siegerehrung Springen der Klasse L/M durch Landrat Rumetsch, dem Vorsitzenden der Reit- und Fahrvereine Rheinland-Nassau Herrn Syhr und dem Vorsitzenden des Reit- und Fahrvereins Herrn Ketzer.
Willi Brennig, Trier | K.-H. Bange, Rheinböllen | K. A. Lahr, Bad Kreuznach | Arno Wolf, Münster-Maifeld | Dieter Hoffmann, Koblenz | K.-H. Rothenbach, Rheinböllen | Norbert Mohr, Bitburg

Was tat sich sonst noch 1964? In Kastellaun wurde der zweite Reitverein im Hunsrück gegründet und in Tokio gab es bei Olympia einen Medaillenregen für deutsche Reiter. Im Mannschaftsspringen wurden Hermann Schridde, Kurt Jarasinski und H. G. Winkler Olympiasieger und in der Einzelkonkurrenz belegte Schridde den zweiten Platz. Gleiches Ergebnis in der Dressur. Hier siegten Harry Bold, Josef Neckermann und Dr. Reiner Klimke in der Mannschaft und Harry Bold holte in der Einzelwertung die Silbermedaille. Erfolgreich waren auch die Militaryreiter. Bronze für die Mannschaft mit Fritz Ligges, Horst Karsten und Gerhard Schulz und ebenfalls Bronze in der Einzelwertung für Fritz Ligges.